Die repräsentative Demokratie ist ein Auslaufmodell. Einige wenige treffen Entscheidungen, die einigen wenigen zugute kommen. Es ist an der Zeit, dass wir BürgerInnen die Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen & gemeinsam eine Gesellschaft gestalten, die allen gut tut. Wir wollen das Beste für alle - eine lebenswerte Zukunft durch freie Entscheidungen freier BürgerInnen. Das bedingungslose Grundeinkommen & echte Bürgerdemokratie bilden dafür die Basis - ganz souverän, der Souverän!
Es ist an der Zeit, dass wir als Gesellschaft (wieder) ins Blühen kommen. Alle Anlagen dazu sind da - die Rahmenbedingungen schaffen wir. Miteinander. Füreinander. Jetzt.
"Civilization begins with a rose. A rose is a rose is a rose is a rose. It continues with blooming and it fastens clearly upon excellent examples. (Gertrude Stein in 'As Fine as Melanctha')
Es wird aber auch Zeit. Wie lange schon drücken wir uns in der Komfortzone herum oder räumen anderen Themen höhere Priorität ein als dem Klimaschutz? Es gibt derzeit nichts Wesentlicheres. Oder, um mit Greta Thunberg von FridaysForFuture zu sprechen: "This is an emergency."
Der Notfall geht uns alle an. Und natürlich betrifft er das Leben der jungen Generation am meisten: "Unsere Zukunft wurde verkauft." Sagt Greta Thunberg. An Menschen mit Macht, denen Geld wichtiger als unser Planet: "Viel zu lange standen die Politiker & die Leute an der Macht im Weg, ohne irgendetwas zu tun, um gegen die Klimakrise & die ökologische Krise zu kämpfen. Aber wir werden sicherstellen, dass sie nicht länger damit davonkommen." Sie sagt es in Rom auf der Piazza del Popolo am Karfreitag mit 25.000 Changemakern. Im italienischen Senat. Im Umweltausschuss des EU-Parlaments in Straßburg. In London bei Extinction Rebellion. In London im britischen Parlament. Unfassbar, was die 16-jährige schwedische Schülerin alles auf sich nimmt - im Übrigen während des Osterferien -, um uns allen die Brisanz unserer Lage vor Augen zu führen.
Was können wir tun? Auf den Punkt bringt es der britische Journalist George Monbiot: "Change the system." Ein verbindliches Klimaschutzgesetz verabschieden. Nachhaltig leben. Ein neues Narrativ finden. Die Wachstumslüge nicht mehr glauben & uns vom Überfluss befreien - das fordert Niko Paech schon lange: "Unser Ressourcenverbrauch sei nicht nur ökologisch katastrophal, sondern überfordere die Menschen auch psychisch. Seine wichtigsten Forderungen:
- 20-Stunden-Woche
- mehr Zeit, um selbst Obst & Gemüse anzubauen, Kleider & Elektroschrott zu reparieren, Produkte mit anderen Menschen zu teilen
- Rückbau von 50% aller Autobahnen & 75% aller Flughäfen
- Effiziente Technologien & Produkte, die umgewandelt & wiederverwertet werden können.
Das Ergebnis: geringere Abhängigkeit von globalen Wertschöpfungsketten; zufriedenere Menschen."
#15M - a day to remember. In anderen Worten: Ein globaler Aufstand, den die Welt so noch nicht gesehen hat. An mehr als 2000 Orten in 123 Ländern demonstrieren heute Changemaker für den Klimaschutz, allein in Deutschland an mehr als 200 Orten. Greta Thunberg, die inzwischen 16-jährige Schwedin, hat eine weltweite Bewegung ins Leben gerufen mit #FridaysForFuture & ihrem Schulstreik fürs Klima. Jeden Freitag sitzt sie seit August letzten Jahres vor dem schwedischen Parlament in Stockholm statt in die Schule zu gehen - unbeirrbar. Inzwischen ist sie für den Friedensnobelpreis nominiert. "Wir machen unsere Hausaufgaben, wenn ihr eure gemacht habt." Klare Ansage an die Regierungen der Welt, eine lebenswerte Zukunft für alle zu schaffen statt unseren Planeten individuellen Profitinteressen zu opfern.
Eine Allianz aus SchülerInnen, StudentInnen, Eltern, LehrerInnen, WissenschaftlerInnen erhebt sich. Es fehlen die Entscheidungsträger aus der Politik - Luisa Neubauer, das deutsche Gesicht der Bewegung, twittert: "Stellt euch nur vor - #PoliticiansForFuture. I know, crazy." - Und Greta Thunberg antizipiert: "Let's change history." JA. Es ist höchste Zeit. NOW!
#ChangeTheSystem - not the climate! Immer mehr Menschen begreifen, dass wir den Ast absägen, auf dem wir sitzen - wenn wir unseren Lebensstil nicht bewusst ändern. Der Bewusstseinswandel ist in vollem Gange: 300.000 Changemaker waren heute in Deutschland auf der Straße, weit über eine Million weltweit - danke an alle AktivistInnen von Fridays for Future für den kraftvollen Impuls zum Handeln. Together. Create. Change!
Sagt Richard David Precht beim Gipfeltreffen mit Werner Schmidbauer & bezieht sich dabei auf die Folgen der Digitalisierung & die Lösung durch das bedingungslose Grundeinkommen. "Wenn die Digitalisierung nicht gesellschaftlich abgefedert wird, wenn sie nicht human gestaltet wird, führt sie uns in die Hölle." Vordenker Precht weigert sich zu glauben, dass eine lebenswerte Welt für alle nicht möglich sei: "Ein Optimist, der am Ende in seinen Idealen enttäuscht worden ist, hat immer noch ein erfüllteres Leben gelebt als ein Pessimist, der sich bestätigt sieht." - Wie wahr.
Für die neu gegründete politische Vereinigung UNITED ist das bedingungslose Grundeinkommen ebenfalls ein zentraler Baustein, um den Wertewandel voranzubringen. Mitgründer Enno Schmidt formuliert: "Wir wollen eine Organisation werden, die viele der dringenden Erneuerungsaufgaben unserer Gesellschaft aufnimmt, die Aktivitäten dahingehend zusammenbringt & dadurch verstärkt." Mehr Menschlichkeit wagen. Jetzt! - Solidarität gewinnt, davon ist der Freiburger Uni-Professor Bernhard Neumärker überzeugt. Wir bleiben optimistisch!